|
Artikel aus
Ebersberger Zeitung vom 27/28.1.07:
 |
zum Vergrößern auf das Bild klicken
"Michael
Grünebach fährt auch schon einmal mit dem Radl in die Berge, um
Skitouren zu machen"
|
Pienzenauer (20) radelt
bis nach Peking
Michael Grünebach verwirklicht
sich einen Traum
VON
SOPHIE REINER Bruck - "Die Idee schwirrt mir schon seit Ewigkeiten durch
den Kopf", berichtet Michael Grünebach. Jetzt möchte sich der 20-Jährige
seinen langjährigen Traum endlich verwirklichen. Von Pinzenau nach
Peking. Kinderspiel - denkt man - liegt Chinas Hauptstadt nur einen
Langstreckenflug entfernt. Doch der junge Mann aus der Gemeinde Bruck
hat ganz andere Pläne. Mit dem Fahrrad will er die 13 000 Kilometer
bestreiten.
Anfang Mai soll die
Reise losgehen. Dabei wird Grünebachs Weg ihn zunächst über Passau nach
Österreich und die Slowakei führen, bevor er dann Ungarn und die Ukraine
durchquert. Schließlich bereist er auf seinem Trip Russland und
Kasachstan, bevor er dann endlich die chinesische Grenze erreicht.
Zurzeit ist Grünebach damit beschäftigt die nötigsten Vorbereitungen zu
treffen. "Richtig planen kann man so eine Reise nicht, aber die
wichtigsten Dinge müssen im Voraus besorgt werden."
Dazu zählt vor allen
Dingen das nötige Kleingeld. 83,5 Stunden hat der Pinzenauer jetzt auf
einer Messe gewerkelt, um sich etwas dazu zu verdienen. "Vor allem die
Kosten für Material, die schon jetzt anfallen, sind enorm." Deswegen
sucht Grünebach engagiert nach Sponsoren. Von der Regenjacke, über einen
Fotoapparat, bis hin zu Barem - er würde sich über alles freuen, meint
der Radler. Erste Erfolge seiner Suche nach Unterstützern sind sichtbar.
"Die Fahrradhandlung Riederer aus Grafing stellt mir ihr ,Grafing Number
One`-Trekkingfahrrad zur Verfügung." Das sei großartig, findet Grünebach,
somit könne er zumindest das geerbte Damen-Triathlon-Rad zu Hause
lassen.
Zwar habe er sich
auf seinen Touren zum Gardasee, nach London, Paris, Split und Malaga
immer auf das Gefährt verlassen können, er wolle der "alten Dame" aber
keine Härteprüfung zumuten.
Vor die größte
Herausforderung würden ihn derzeit die zu besorgenden Visa stellen. "Die
zu bekommen ist ziemlich mühselig." Zwar sei es problemlos, ein
Touristenvisum zu erhalten, allerdings wäre die zugelassene
Höchstaufenhaltsdauer in einigen Ländern zu gering. "Ich hatte geplant,
Kasachstan in 40 Tagen zu durchqueren, allerdings läuft das Visum für
Besucher schon nach 30 Tagen Die nötigen Visa als Herausforderung aus."
Aus diesem Grund braucht Michael Grünebach jetzt je eine persönliche
Einladung von Menschen, die in Kasachstan, Russland und China leben.
"Falls jemand
Freunde oder Bekannte in diesen Ländern hat, wäre ich überglücklich,
wenn ich Kontakt zu diesen Bezugspersonen bekäme."
Auch wenn noch
einige Verwaltungsbrocken zu bewältigen sind, der 20-jährige Pienzenauer
bleibt zuversichtlich. "Allen Menschen die mich in irgendeiner Form
unterstützen, sende ich gerne aktuelle Tourenberichte während ich
reise." Ein Buch möchte er nach seiner Rückkehr über seine
Reiseerlebnisse schreiben. Und Medizin oder Sport in Innsbruck
studieren. Warum dort? Na weil die Tiroler Stadt so optimal liegt, um
von dort aus Fahrradtouren zu starten.
Wer Michael
Grünebach auf seiner Reise unterstützen will, kann sich unter Telefon (0
80 92) 85 32 42 melden.
mm
|
|
Hallo liebe Fahrradfreunde!
So, jetzt ist es nur noch knapp ein
Monat, bis es nach Peking losgeht. Darum wollte ich mich mal
persönlich bei euch melden. Ich habe mir für den Start meiner
Fahrradreise in den Fernen Osten einen ganz passenden Tag
ausgesucht: Der 1. Mai, der Tag der Arbeit.
Die schwierigste Arbeit liegt aber,
wie so oft, in der Vorbereitung, wovon noch einige Brocken zu
bewältigen sind. Glücklicherweise haben sich aber ein paar
unüberwindbar scheinende Probleme der Bürokratie, die
Schwierigkeiten diverse Visa zu beschaffen, plötzlich aufgelöst,
sodass ich recht optimistisch bin, die vielen Kilometer von
München nach Peking und an das Gelbe Meer gänzlich auf dem
Fahrrad abstrampeln zu können.
Das Russlandvisum und die nicht sehr
einfach zu organisierende Einreiseerlaubnis für Kasachstan sind
bereits in meinem Pass, das Visum für Kirgisistan wird gerade
beantragt und für China bekomme ich ein Spezialvisum von einem
Visumbüro.
Also werden da, was die Ein- und
Ausreise der Länder betrifft, hoffentlich keine so großen
Hindernisse mehr auftauchen.
Das Fahrrad, das mich die 13.000
Kilometer tragen wird, werde ich voraussichtlich nächste Woche
zusammenschrauben und werde euch dabei natürlich genau auf dem
Laufenden halten.
Viele Radlergrüße
Michael |
| Hier könnt ihr schon einmal
meine Route ansehen so, wie ich sie ungefähr fahren werde: |
zum
Vergrößern auf das Bild klicken |
|
| Baubericht vom 14. April 2007 |
|
|
|
Das Fahrrad:
Hallo!
Endlich! Gestern
gegen 11 Uhr morgens war es dann so weit. Der heiß ersehnte Anruf von
Herr Riederer kam: „Die Teile für dein Fahrrad sind gekommen.“
Ich habe daraufhin
alles stehen und liegen gelassen und bin sofort ab nach Grafing zum
Zusammenschrauben der Einzelteile zu einem ganzen, neuen Fahrrad, meinem
Fahrrad, das mich und mein Gepäck den ganzen, langen Landweg nach Peking
tragen soll.
In der
Fahrradhandlung angekommen, ging es erst einmal ans Auspacken tausend
kleiner Tüten und Kartons. Danach wurde alles schön ausgebreitet, um
sich einen Überblick zu verschaffen. Doch anhand dieses Überblicks
konnte ich mir trotzdem nur schlecht vorstellen, wie aus diesem Haufen
von Teilen etwas entstehen sollte, womit ich mich fortbewegen kann.
Dann wurde
geschraubt, montiert und ausgerichtet. Angefangen mit den Laufrädern,
anschließend Tretlager, Steuersatz, Gabel, Schaltung und Bremsen. Als
dann die Lenkstange drankam, sah das ganze einem Fahrrad schon
ähnlicher.
Die Zusatzteile,
wie Schutzbleche, Gepäckträger und Lowrider kamen ganz zum Schluss dran.
Zu guter Letzt noch
die Laufräder eingespannt, alles ausgerichtet und: Fertig! Jetzt konnte
es zur ersten Probefahrt losgehen.
Bei der Auswahl der
Teile achteten wir besonders auf Stabilität, aber auch auf Komfort. So
hat mein Trekking-Reiserad Grafing N° 1 einige Spezialteile:
Um eine erhöhte
Haltbarkeit der Laufräder zu bekommen, wählten wir besonders starke
Felgen, die Zack 2000, mit 36 Speichen, die an den Risikostellen
verdickt sind. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Speichen
reißen.
Ergonomisch
geformte Griffe, mit extrabreiter Auflagefläche, sorgen dafür, dass es
bei der langen Tour nicht zu Taubheitsgefühl in den Händen kommt.
Kombipedale
ermöglichen ein Fahren sowohl mit Klick-Schuhen, als auch mit normalen
Straßenschuhen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei einer sehr langen Fahrradreise
zu beachten ist, ist der Sitzkomfort. Dafür wählte ich einen Sattel von
COMFORT LINE.
 
Der ist mit einem neuen und sehr bequemen Dreikomponenten-System
ausgestattet - also genau das Richtige für meinen Hintern!
Das Team mit dem
neuen Fahrrad.
|
|